Digitaler Frachtbrief (e-Frachtbrief)

Frachtbriefe als Warenbegleitpapiere für Frachtgut im nationalen und internationalen Frachtverkehr werden heute in der Praxis häufig noch manuell und analog erstellt und mitgeführt. In der Praxis hat sich weder eine einheitliche Gestaltung (Layout) des nationalen Frachtbriefes noch des Frachtbriefs im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr etabliert. Zudem sind Frachtführer weiterhin angehalten, zusätzliche Begleitpapiere wie Gefahrgutdokumente, Paletten- und Wiegeschein, Probendokument etc. mitzuführen. Transportunternehmen müssen daher eine Vielzahl unterschiedlich gestalteter Dokumente verwalten und archivieren, wodurch ein Mehraufwand bei manuellen Suchprozessen und administrativer Verwaltung entsteht. Das Ziel des Entwicklungsprojektes »Digitaler Frachtbrief (e-Frachtbrief)« ist daher die Implementierung eines digitalen Services, der die Erzeugung, Speicherung und Weiterverarbeitung von digitalen Frachtbriefen (e-Frachtbrief) sowohl für den nationalen als auch grenzüberschreitenden Transport ermöglicht. Gleichzeitig wird ein sogenannter e-freight-Folder entwickelt – eine digitale Mappe für den Lkw-Transport, in der neben dem e-Frachtbrief noch weitere wichtige Dokumente aufbewahrt werden sollen.

Folgende Standards liegen den Entwicklungen zugrunde:

  • § 408, Handelsgesetzbuches sowie das eCMR-Protokoll (inhaltlich)
  • UN/CEFACT e-CMR Modell (Datenstandard)
  • IRU CMR Model 2007 (Layoutvorlage)

Projektspezifische Ergebnisse, z. B. Demonstratoren oder Prototypen (Auszug)

  • Abbildung aller informationstechnischen Transportoperationen mit einem Demonstrator
  • Verfügbarkeit der geplanten Dienste an den relevanten Stufen der Supply Chain (initiale Erstellung, Handhabung und Weitergabe)

Projektspezifische Ergebnisse, z. B. Demonstratoren oder Prototypen (Auszug)

Das Projekt nutzt den Authentifizierungs- und Nutzermanagementservice aus dem bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekt »ePalettenschein« und integriert Entwicklungen aus dem Projekt Blockchain Europe NRW. Alle erstellten Software-Komponenten werden Open Source zur Verfügung gestellt. Die öffentliche Einsicht des Codes schafft Transparenz und Vertrauen in die Ergebnisse des Projekts. Unternehmen können sich proaktiv an der Entwicklung beteiligen und den entstandenen Open Source Code um Funktionalitäten erweitern, die für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind, um den Dienst ökonomisch sinnvoll einzusetzen.

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